KI als Assistenz
Mein Buero
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Mein Buero ist voll mit Buechern, Aktenordnern und Papier. Ich habe mehrere Rubiks Zauberwuerfel, die ich loese, wenn ich nachdenken muss.
Ich habe viele Computer – bewusst mit Technologiebruechen.
Auf dem Tisch liegen bunte Stifte, ein digitales Whiteboard, aber auch Lego-Steine und Fischertechnik. Ich habe eine HoloLens. Und eine Vision Pro.
Und ja – sogar eine Murmelbahn.
Am liebsten arbeite ich mit Bleistift und Papier. Der Computer kommt meistens erst spaeter.
Aber ich arbeite.
Lego und Fischertechnik
Wenn ich mit Lego baue, ist es schwierig, diese mit Fischertechnik zu kombinieren. Unterschiedliche Systeme. Unterschiedliche Steckmechaniken. Unterschiedliche Logik.
Aber ich kann aus Lego ein Auto bauen. Und aus Fischertechnik einen Roboterarm.
Und ploetzlich lassen sich diese Dinge im Spiel miteinander kombinieren.
Unsere Entwicklerwelt sieht ganz aehnlich aus.
Der eine entwickelt Backends in C#. Der andere arbeitet hauptsaechlich mit SQL.
Technologisch sind das voellig unterschiedliche Welten.
Aber beide wissen sehr genau, wie eine Oberflaeche zur Erfassung von Pruefdaten aussehen sollte. Beide verstehen die Domaene.
Vielleicht teilen sie sogar dieselbe Vision.
Nur: Wie ueberbrueckt man den Technologiebruch zwischen diesen Welten?
Dazwischen fehlt oft etwas.
Was KI veraendert
KI kann dieses fehlende Stueck sein.
Nicht als Ersatz fuer Entwickler. Sondern als Vermittler zwischen unterschiedlichen technischen Welten.
Sie kann helfen zu uebersetzen.
Sie kann zwei Entwickler unterstuetzen, gemeinsam eine Erfassungsmaske zu bauen – sobald sie sich fuer eine Technologie entschieden haben.
Sie kann erste Implementierungen vorschlagen, die Entwickler ueberpruefen sie. Testgetrieben. Strukturiert. Nachvollziehbar.
Sie kann als Sparringspartner dienen, um gemeinsam eine Loesung zu durchdenken.
Sie kann recherchieren, Akzeptanzkriterien formulieren und Wissen aus unterschiedlichen Domaenen zusammenfuehren.
Und sie kann etwas, das Menschen oft schwer faellt:
Sie weiss, welche Probleme andere bereits geloest haben.
Nicht weil sie klueger ist. Sondern weil sie breiter sieht.
Der Mensch im Zentrum
Die beste Rolle fuer KI ist nicht die des Entscheiders.
Sie ist die des Assistenten.
Eines Partners, der den Menschen im Problemraum fokussiert haelt. Der Technologiebrueche absorbiert, statt sie weiterzugeben. Der Wissen zugaenglich macht, statt es zu verstecken.
In einer Domaene, die vielleicht ueber Jahre gewachsen ist. Die Narben traegt. Die Erfahrung enthaelt.
KI ersetzt diese Erfahrung nicht.
Sie macht sie zugaenglich.
Fazit
KI ist kein Ersatz fuer Menschen.
Sie ist ein Werkzeug.
Ein Werkzeug, das Menschen befaehigt, ueber die Grenzen ihrer eigenen Technologien hinauszudenken.
Wie Lego und Fischertechnik.
Die Steine passen nicht zusammen.
Aber das, was man daraus baut, schon.